Turbulente Zeiten

Im Moment erlebt die Welt turbulente Zeiten, ein Virus hat innerhalb kürzester Zeit die Welt auf den Kopf gestellt. Das gesamte öffentliche Leben ist zum großen Teil zum Erliegen gekommen, unsere Oldtimer stehen in der Garage und warten auf bessere Zeiten. 

Mit Vorfreude in die neue Saison gestartet, sind mittlerweile die meisten Veranstaltungen abgesagt oder auf einen eventuell späteren Zeitpunkt verschoben. Die Renn- und Rallyeautos müssen wie alle erst mal im Stand-by-Modus verharren.

Wir hier in der Firma sind bis jetzt zum Glück nicht betroffen. Alle Mitarbeiter sind wohlauf und wir arbeiten alle mit Hochdruck, um unser geliebtes englisches Altmetall für die Zeit nach der Krise fit zu machen.

Mit Sicherheit hat unsere etwas abgeschiedene Lage und unser besonnenes Verhalten dazu beigetragen, das wir bisher verschont worden sind.

Unser Ersatzteillager ist gut gefüllt, damit wir eventuelle Lieferengpässe aus England überbrücken können. Auch unsere Partnerbetriebe (Sattler, Motoreninstandsetzer, Lackierer, Gutachter) sind wohlauf und können ihre Betriebe aufrechterhalten.

Unsere Kunden können jederzeit ihre Autos bringen und abholen, mit den nötigen Vorsichtsmaßnahmen natürlich. Allerdings muss man im Moment auf unseren gewohnten Kaffeeservice und den üblichen Small-Talk inclusive der Besichtigungsrunde durch die Werkstatt verzichten. 

Abschließend möchten wir allen unseren Kunden und Freunden vor allem Gesundheit wünschen. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund, damit wir irgendwann wieder zur Normalität zurückkehren können.

Ihr Extra Mobile Team 

Spa Six-Hours 2019

berichtet von Jochen Extra

Kaum zurück aus Goodwood stand schon die nächste Großveranstaltung an. Vom 27.09. bis 29.09. fand wieder meine heiß geliebte Veranstaltung in Spa statt. Das Rothenberger-Racingteam war mit zwei Autos gemeldet, einmal der bewährte Shelby GT 3500 für das 6-Stunden Rennen und der Lister Knobbly für die Woodcook-Trophy. Also am Donnerstag den Transporter geladen und los ging es. Beim Eintreffen am Circuit ein erster Schreck. Eine riesige neue Tribühnenanlage machte sich breit, aber ansonsten war alles beim Alten. Das Wetter grau und feucht, das Fahrerlager voll mit ca. 500 Race-Cars. Unsere Teamzentrale war der historische Bristol-Race-Transporter des Rothenberger Teams. Am Freitag standen die Trainingsläufe für beide Fahrzeuge an. Leider ereilte den Shelby im Nachttraining ein kapitaler Getriebeschaden. Da auf die schnelle kein Ersatzgetriebe aufzutreiben war, war das 6-Stundenrennen für uns gelaufen. Der Lister-Knobbly hatte auch mit einem schlechten Motorlauf zu kämpfen, die Ursache fand sich nach intensiver Suche in einem abgesoffenen Vergaserschwimmer. Den Schwimmer erneuert und der Lister rannte wie die sprichwörtliche Sau. Im Rennen war allerdings bei durchgehendem Nieselregen eine etwas verhaltenere Gangart angeraten.

Das 6-Hours-Race war mit 120 Startern wieder voll besetzt, wie gewohnt ganze Rudel von GT40 und Cobras. Mein Lieblingsauto war diesmal ein Woody-Mini als Race-Car, der dermaßen engagiert und teilweise weit über der Haftgrenze bewegt wurde. Die Jungs hatten richtig Spaß. 

Unser traditionelles Freitags-Grillen war mit 11 Personen gut besucht und zog sich lang in die Nacht. Selbst mein Sohn Felix war mit Freunden angereist. Am Samstag mittag erprobten wir noch die neueste Innovation der Fa. Rothenberger, ein „Beefer“, der mit einem Gasbrenner bei ca. 700 Grad herrliche Steaks grillt. 

So fand am Sonntagmorgen ein feuchtes, aber spannendes und abwechslungsreiches Wochenende seinen Abschluss.     

Goodwood 2019

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Erik Schrader

Der Jahreswechsel ist auch die Zeit auf das alte Jahr zurückzublicken und in unserem Fall endlich den lang fertigen Beitrag über das Goodwood Revival 2019 zu veröffentlichen:

Lange geplant, war es im September soweit. Vom 13. bis 15. 09. stand Goodwood an und wir machten uns auf den Weg. Wir, das waren Kathrin (die gute Seele unserer Internetseite), Rick (unser Haus- und Hoffotograf) und meine Wenigkeit.

Start war Donnerstag morgens um 6:00 Uhr und es ging zügig nach Calais, um mit dem Zug durch den Kanal und direkt zu unserem Hotel zu fahren. Nach dem Einchecken noch ein kleiner Ausflug ans Meer und wir konnten die erste Portion Fish and Chips geniessen.

Am Freitag war es dann soweit, frühmorgens stiegen wir in unsere speziellen Outfits und los ging es Richtung Rennstrecke. Trotz hohem Besucherandrang war alles bestens organisiert und wir waren endlich da.

A time travel! Obwohl schon mehrfach vor Ort, ist es immer wieder erstaunlich, man kommt sich vor wie in einer anderen Welt. Die nächsten drei Tage gingen wie im Fluge vorbei. Spektakuläre Rennen, wahnsinnige Autos, Flair, Food, Drinks, Flugzeuge, Shops usw. Reizüberflutung pur, dazu phänomenales Wetter, Sonnenschein pur (wenn Engel reisen!).

Trotz aller Euphorie gibt es allerdings auch kleine Schattenseiten der Veranstaltung. Der Flugbetrieb wurde aufgrund verschärfter Bestimmungen stark eingeschränkt und der Besucherandrang nimmt mittlerweile extreme Formen an. 

Der Mini wird 60

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Erik Schrader

Wer hätte damals, 1959, als die ersten Minis vom Band liefen, gedacht, dass sich dieses Wägelchen zu solch einem Kult-Auto entwickeln würde, dass es über 40 Jahre gebaut und außerordentliche Erfolge im Motorsport erringen würde.

Anstoß für die Entwicklung war die Suezkrise 1956, die erste Energiekrise mit Auswirkungen auf den Automobilbau. Laut einer Legende skizzierte der geniale Konstrukteur Alec Issigonis die ersten Entwürfe für einen sparsamen Kompaktwagen auf eine Tischdecke bei einem der damals üblichen Arbeitsessen.

Der Mini wurde ein durchschlagender Erfolg. Mit seiner kompakten Karosserie und der revolutionären Antriebstechnik setzte er Merkmale, die teilweise erst Jahre später von anderen Firmen übernommen wurden.

Der Mini war wie kein anderes Auto der Liebling der Frauen, Stars, Musiker und Schauspieler. Ob Peter Sellers, die Beatles oder Twiggy, alle fuhren Mini. Der Mini war der Star der Swinging Sixties, dessen Zentrum die Carnaby Street in London war. Der legendäre Musiker Marc Bolan verunglückte tödlich in einem Mini.

Sportlich löste der Mini, aufgepeppt durch John Cooper, die erfolgreichen Austin Healeys ab und dominierte jahrelang die Rallye-Scene. Vier Gesamtsiege bei der Monte machten ihn unsterblich, wobei ein Sieg unter fragwürdigen Umständen aberkannt wurde. Der Popularität tat das keinen Abbruch. Er wurde in unzähligen Varianten gebaut, als Clubman, Cooper, Woody, Country, Kombi, Pick-Up, mit Allradantrieb, zwei Motoren, als Mini-Moke usw.

In unzähligen Filmen spielten Minis eine mehr oder weniger tragende Rolle, allen voran im Meisterwerk „The Italien Job“.

Der hier abgebildete Mini ist ein typischer Vertreter seiner Zunft, mit getuntem Motor, Sportfahrwerk und verschiedenen Race- Accessoires. Fährt sich wie ein Gokart und macht süchtig nach Speed.

Im Jahr 2000 war dann Schluss, BMW sicherte sich mit der Übernahme von Rover die Namensrechte und produzierte den neuen BMW-Mini, der außer dem Namen nichts mit dem alten Mini zu tun hat.

AvD Oldtimer Grand Prix 2019

berichtet von Jochen Extra

Vom 09. bis 11.08. fand der diesjährige Oldtimer Grand Prix am Nürburgring statt. Mittlerweile eine der ältesten Oldtimerveranstaltungen – ging es doch in die 47. Saison!!

Das Rothenberger Racing Team war mit zwei Fahrzeuge vor Ort, was für mich natürlich auch Einsatz bedeutete.

Ein Shelby GT 3500 und ein Jaguar Lister Knobbly mussten betreut und gewartet werden. Unser Team war in altbewährter Besetzung vor Ort. René, Mike, Alain und ich waren für die Mechanik zuständig. Nur unser Fahrerteam Helmut Rothenberger und Gaetan Woitrin erfuhren Verstärkung durch Oliver Jung.

Der Shelby machte es sich im Zelt der Gentleman Driver gemütlich, während der Lister in einer hochkarätig besetzten Box mit zwei anderen Lister parkte. Ein ebenfalls anwesender Austin Healey 100/4 stand etwas verschämt in der Ecke, was ihn aber nicht hinderte im Rennen dann phänomenale Zeiten zu fahren.

Das Wochenende war geprägt von Arbeit, Rennen fahren, jeder Menge guter Laune, vorzüglichem Essen und dem ein oder anderen alkoholischen Getränk. Wie eben der Lifestyle des Rothenberger Teams so ist. Mit ein Grund warum ich mich da so wohl fühle.

Das Wochenende brachte auch ein Wiedersehen mit etlichen Rennautos, die in der Vergangenheit auch schon die eine oder andere Rolle in meinem Mechanikerleben gespielt haben.

Am Sonntag abend packten wir zusammen. Zum Glück sieht sich die Truppe im September schon wieder in Spa bei den Six-Hours, wo dann hoffentlich auch unser Team-Bus wieder dabei ist.

Thanks to the team for a good time.

Heidelberg Historic, 11.–13.07.2019

berichtet von Jochen Extra

Wie jedes Jahr fand im Juli die Heidelberg Historic statt, und wie jedes Jahr nahm das Extra-Mobile Racing Team mit Herrmann, der dicken Berta und meiner Wenigkeit daran teil. Der Ablauf war wie gewohnt bestens durchorganisiert, die Strecken wie immer abwechslungsreich, mit dem Hockenheimring war wieder einmal ein echtes Highlight dabei. Das Wetter allerdings war diesmal eher untypisch feucht, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Am schönsten war die Möglichkeit mit Freunden und Bekannten zwei schöne und abwechslungsreiche Tage unter Gleichgesinnten zu verbringen.

Da waren einmal Familie Arheid mit ihrem Austin Healey, der noch kurz vor der Rallye eine Getriebeüberholung benötigte und Familie Roth mit ihrem forsch bewegten TR6, der auch noch kurz vor der Rallye eine neue Kupplung benötigte. Ebenfalls am Start waren die Zorn Schwestern mit ihrem Ex-Walter Röhrl Healey und das Team Böeltzig mit dem frisch gerichteten Jaguar E-Type. Ein Dank auch noch an die Heidelberger Brauerei, die während der zwei Tage für permanenten Nachschub an flüssiger Nahrung sorgte. Herrmanns dicke Berta hatte wohl wegen des letzten Jahres noch ein schlechtes Gewissen und lief präzise wie ein Schweizer Uhrwerk.

See you next year!!

12. VINO MIGLIA, 15.–22.06.19

berichtet von Jochen Extra

Die diesjährige VINO MIGLIA führte die Teilnehmer an sieben Tagen durch 4 Länder über den Wendepunkt Meran. Sprichwörtlicher Höhepunkt war die Überquerung der Timmelsjoch-Hochalpenstraße mit 2509 Metern ü. NN.

Für das Extra-Mobile-Racing-Team am Start war das Team Wehrman, dass die Strecke mit ihrem, vor einigen Jahren, bei uns neu aufgebauten Austin Healey 100 M ohne Schwierigkeiten bewältigte. Lediglich auf der Heimfahrt blockierte eine verrutschte Weinflasche das Kofferraumschloß, was zu einem unfreiwilligen Besuch in unserer Werkstatt führte. Der Kofferdeckel wurde über die abgeschraubten Scharniere geöffnet und die blockierende Weinflasche noch an Ort und Stelle verköstigt.

  

Austin Healey Pfingsttreffen 2019

berichtet von Jochen Extra

Die Austin Healey Pfingsttreffen haben eine lange Clubtradition und werden gemeinsam von den Healey Clubs aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien im jährlichen Wechsel in den jeweiligen Ländern veranstaltet. 2019 fand das diesjährige Treffen in Deutschland statt. Treffpunkt war das Residenzhotel in Bamberg. Uns oblag wie schon beim letztjährigen Europa-Meeting in Rust, dafür zu sorgen, dass sich alle Räder drehen. Servicearbeit war angesagt. Also den Transporter mit dem nötigen Werkzeug und einem Schwung Ersatzteilen gepackt und auf ging es in die Brauhochburg Bamberg.

Am Freitag trafen erstmal alle Teilnehmer ein. Für mich war das schon gleich der erste Einsatz: hatte es ein Teilnehmer aus der Schweiz nur bis 2 km vor das Hotel geschafft. Abends dann ein Welcome Barbecue mit den ersten Benzingesprächen. Die nächsten zwei Tage führten die Teilnehmer durch das malerische Frankenland. An Servicearbeiten gab es immer wieder einiges zu tun, was gleichzeitig für ausgedehnte abendliche Barbesuche sorgte. Am Pfingstmontag gab es noch die Jahreshauptversammlung des Clubs und am späten Nachmittag machten sich dann alle wieder auf die Heimreise. Ein entspanntes Treffen mit über 80 Healeys fand ein stimmungsvolles Ende.

ADAC Württemberg Historic, 17–18 Mai

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Knut Henneke

Die diesjährige Württemberg Historic 2019 führte die Rallyeteilnehmer an zwei Tagen rund um Freudenstadt.

Das Extramobile Racing Team war vertreten durch Knut Henneke mit Beifahrer Erwin Becher und unserem altgedienten Triumph TR4. Der Start war bis kurz vor knapp nicht sicher, hatte sich der TR4 doch noch kurz vor der Rallye einen kapitalen Getriebeschaden mit vehementem Zahnausfall zugezogen. Aber wie meistens klappte es doch noch und wir wurden für unsere Mühen mit einem fulminanten Gesamtsieg belohnt. Der Kampf an der Spitze war extrem spannend, aber Knut konnte sich mit einem knappen Vorsprung den Sieg sichern. Ein guter Start in die neue Saison. Glückwunsch vom Team an die Fahrer.