Württemberg Historic 2018

berichtet von Jochen Extra

Die Württemberg Historic fand dieses Jahr vom 11. – 12. Mai rund um Tuttlingen statt. Eine schöne, aber auch anspruchsvolle Veranstaltung.

Das Team Henneke, wieder mit dem TR4 unterwegs, bewegte sich bis zum zweiten Tag souverän in der Spitzengruppe, bis ihnen irgendwann die Straße ausging und der Triumph spektakulär seitlich im Graben landete. Glück im Unglück, keine Schäden, aber die Spitzenwertung war natürlich dahin, da die Bergung mittels Trecker doch einiges an Zeit kostete. That’s Race!

Das Team Wittber nutzte die Württemberg, um ihren Austin Healey 100/4, der von uns rallyemäßig aufgerüstet wurde, für weitere Rallyeeinsätze zu testen. Der 100/4 ist ja für solche Veranstaltungen ein ideales Auto. Wendig, spurtstark und wunderschön anzuschauen.

Baden Classic 2018

berichtet von Jochen Extra

Die Baden Classic, die ja praktisch vor unserer Haustür stattfindet, wird gerne als Einstieg in die neue Rallye-Saison benutzt. Rund um Gaggenau, Baden-Baden und Michelbach führt die anspruchsvolle Route zwei Tage durch reizvolle Landschaften. Auch zwei Teams aus dem Extra-Mobile Racing-Team nutzten die Gelegenheit um den Winterrost aus Mensch und Maschine zu entfernen.

Das Team Henneke mit dem altbewährtem TR4, der dieses Jahr wieder ein volles Einsatzprogramm zu absolvieren hat, konnten sich trotz einiger leichter Fehler den Klassensieg sichern.

Das Team Bode, Neueinsteiger in der Rallyeszene, traten mit ihrer Renault Alpine an. Nach zwei Tagen fuhr man mit folgender Erkenntnis durchs Ziel: Macht unheimlich Spaß, aber es gibt noch einiges zu tun. Langfristig steht die Aufrüstung des Equipments auf dem Plan.

Die Zielankunft in Michelbach bei strahlendem Sonnenschein war wie immer eine fast schon familiäre feuchtfröhliche Party.

Pendine Beach

Die Geschichte von Tommy und BABS

berichtet von Jochen Extra

Mehr durch Zufall stolperte ich über ein kleines interessantes Taschenbuch, das die Geschichte des Rekordwagens BABS und seines Besitzers John Godfrey Parry-Thomas ( Tommy ) in Romanform beschreibt.

Es spielt in einer Zeit, als eine handvoll Verrückter, Wahnsinniger oder Besessener sich einen Kampf um den absoluten Land-Speed-Rekord lieferten. Eine Zeit in der alles machbar schien und der technische Fortschritt in rasender Geschwindigkeit voranschritt. Männer wie Tommy, Campbell oder Segrave lieferten sich mit wahren Monstermaschinen einen gnadenlosen Wettstreit. Die speziell gebauten Autos mit Flugzeugmotoren bis zu 30 Liter Hubraum, trugen solch illustre Namen wie BABS, Golden Arrow oder Bluebird.

Die erzielten Geschwindigkeiten wurden so hoch, das keine damals vorhandene Rennstrecke mehr geeignet war. Man war gezwungen auf Naturpisten auszuweichen. Eine davon war Pendine Beach, ein kilometerlanger flacher Sandstrand in Wales, der sich bei Ebbe in eine topfebene, betonharte Sandfläche verwandelt. Nach mehreren erfolgreichen Rekordfahrten ereilte hier am 3. März 1927 Tommy und BABS, bei dem Versuch die magische 200 Meilen ( über 320 Km/h ) Grenze zu knacken, ihr Schicksal. Heldentod für Mensch und Maschine. BABS wurde an Ort und Stelle in den Dünen vergraben, Tommy auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt.

1969, also fast vierzig Jahre später, wurde BABS durch einen Mann namens Owen Wyn Owen wieder ausgegraben und in einer langjährigen Restauration wieder in den Urzustand versetzt. Mitte der 80er Jahre kehrte BABS zurück nach Pendine und befuhr noch einmal den Strand in dem es so lange begraben war. Es erhielt oberhalb der Dünen ein kleines Museum, das die Erinnerung an Tommy und BABS seither pflegt.

Der Roman beschreibt Leben und Wirken von Tommy, spekuliert aber auch mit geheimnisvollen Details. Wie kam das Auto zu seinem Namen BABS ? War eine Frau im Spiel?

Auf jeden Fall ein kurzweiliges interessantes Buch, das mich selbst auch deswegen bewegte, weil ich vor zwei Jahren auf einer Walesreise den Zauber dieses Ortes am eigenen Leib zu spüren bekam.

Aber die Tradition lebt weiter: Auch heute werden noch mehrfach im Jahr von Oldtimerfreaks mit allem was Räder hat diese Beschleunigungsrennen am Strand ausgefahren.

Buchtitel: Pendine Beach,
Autor: Hauke Schrieber
ISBN: 9781973271024, ca. 7 Euro

BMW 2002 ti

berichtet von Jochen Extra, fotografiert von Erik Schrader

Im Anschluss an den jüngst bei uns vorbereiteten BMW 3.0 CSi durften wir uns um ein weiteres Juwel aus bayrischer Fertigung kümmern.

Die 2002 Baureihe war der durchschlagende wirtschaftliche Erfolg für BMW und begründete gleichzeitig das sportliche Image der Marke (Spaß am Fahren). Besonders begehrt waren die Sondermodelle 2002 ti mit Doppelvergaser, 2002 tii mit Kugelfischereinspritzung und der legendäre 2002 Turbo.

Den sportlichen Erfolg fuhren unzählige Privatfahrer auf der Rundstrecke, am Berg, beim Slalom oder bei Rallyes ein. Der 2002 entwickelte sich zu einem echten Breitensportler. Natürlich drehten auch nahezu alle damaligen Profis irgendwann am Lenkrad eines 2002.

 

Der hier vorgestellte 2002 ti stammt aus Italien und wurde streng nach Anhang K für den historischen Motorsport aufgebaut. Leistungssteigerung durch Dellorto-Doppelvergaser, Fahrwerksoptimierung, Überrollkäfig und Kotflügelverbreiterungen sind nur einige Details.

Der 2002 überrascht gegenüber dem 3.0 CSi durch eine agile Leichtigkeit, was natürlich durch das geringere Gewicht erreicht wird. Der 4-Zylindermotor beeindruckt trotz scharfer Nockenwelle durch ein breit nutzbares Drehzahlband.

Messezeit

berichtet von Jochen Extra

Am vierten Märzwochenende stand ein Messemarathon an. Die zeitgleiche Ausrichtung der beiden größten Oldtimer-Messen in Essen und Stuttgart hatte in der Szene schon im Vorfeld für Unverständnis und Unmut gesorgt. Da ich immer gerne auf dem Laufenden bin und die Messen eine ausgezeichnete Gelegenheit bieten, persönliche Kontakte zu Kunden und Lieferanten zu pflegen, absolvierte ich erwähnten Marathon.

Als erstes stand der Besuch der Techno Classica in Essen an, um dann zwei Tage später die Retro Classics in Stuttgart zu besuchen.

Mein ganz persönlicher Eindruck war, dass der Hype in der Szene sich stark beruhigt hat. Die Preise befinden sich wie gewohnt auf sehr hohem Niveau, aber die Kaufbereitschaft ist deutlich zurückhaltender als in den vergangenen Jahren. Die großen Auto-Werke drängen nachhaltig in die Klassik-Szene, weil sie wahrscheinlich das Potenzial erkannt haben. Ansonsten sah man viel gewohntes,  richtige Überraschungen blieben aus. Ein Quell reiner Freude sind wie immer die Club-Stände, die mit viel Charme und Ideen das ganze auflockern aber leider im Rückzug gegen zahlende Händler sind.

Unser traditionelles Mittagessen beim Franzosen war wie gewohnt exzellent, wenn auch nicht ganz preiswert. Am Stand der Jaguar und Healey Freunde nutzten wir die Gelegenheit, Gleichgesinnte bei Kaffee und Kuchen zu treffen.

Der gefühlte Besucherrückgang kann durchaus mit der Zeitgleichheit der Messen erklärt werden. Abschließende Erkenntnis: ein Besuch wert, aber nicht unbedingt erforderlich.

Triumph Italia 2000

berichtet von Jochen Extra

In den letzten Monaten machte sich etwas italienischer Chic in unserer Werkstatt breit. Ein sehr seltener Triumph Italia 2000 benötigte eine Motorüberholung. Dieser Triumph Italia ist ein Sondermodell von Triumph, basierend auf dem Fahrwerk des TR3 mit einer Sonderkarosserie von Giovanni Michelotti. Die Initiative für dieses Fahrzeug stammte vom damaligen Generalimporteur für Triumph, gebaut wurden die Fahrzeuge bei Carrozzeria Vignale in Turin. Man schätzt die Stückzahl auf gerade mal 300 Exemplare, wovon geschätzt noch ca. 100 existieren. Das macht ihn zum seltensten Triumphmodell, was sich auch im  hohen Marktwert wiederspiegelt. Damit steht er in einer Reihe mit den Sondermodellen von MG (Arnolt-MG und Coune-MG).

 

Winterfrust oder Winterlust

berichtet von Jochen Extra

Während manche sich dem Winterfrust ergeben, machen andere das Beste draus.

Moritz Kurz, Mitarbeiter unseres Hauses, gönnte sich ein paar Tage Urlaub am See in Schweden. Allerdings war der See bei  -28 Grad zugefroren und lud nicht zum Baden, sondern zum Eisdriften ein. Ein paar tolle Action-Tage mit jeder Menge Fahrspaß.

Lothar Lutz, mein Mitstreiter bei der letztjährigen Baltic-Sea-Tour, wollte es auch noch einmal wissen und absolvierte die Baltic-Sea Winteredition. Verschneite Straßen bis hoch ans Nordkap und -30 Grad in Murmansk waren nicht von Pappe. Einsatzgefährt war unser altgedienter Audi 80. Mensch und Maschine sind mittlerweile wieder heil zu Hause angekommen.

Rallye „Rund um Schotten“

berichtet von Jochen Extra

Vom 16.-18. Februar fand die Winterrallye „Rund um Schotten“ statt. Für das Extra-Mobile-Racing-Team war das Team Davids/Bremer am Start. Willy Davids ist ja sonst eher mit seinem berüchtigten Race-Healey unterwegs, der jedoch gerade eine größere Revision bei uns durchläuft. Zum Glück gibt es ja noch einen Jaguar MK 1 im Fuhrpark, der auch schon Rallye-Erfahrung (Histo-Monte) gesammelt hat. Mit einem Satz neuer Winterreifen ausgestattet wurde die Schottenrallye angegangen.

Trotz winterlicher Temperaturen waren die Straßen großteils schneefrei, aber verschiedene schattige Plätze luden zu Driftübungen ein. Der Jaguar bewährte sich trotz längerer Standzeit sehr gut, was das Team erfreute, soll er doch zum Jahresende die legendäre Rallye LE-JOG in England bestreiten. Insider wissen was das bedeutet.