Spa Six-Hours 2019

berichtet von Jochen Extra

Kaum zurück aus Goodwood stand schon die nächste Großveranstaltung an. Vom 27.09. bis 29.09. fand wieder meine heiß geliebte Veranstaltung in Spa statt. Das Rothenberger-Racingteam war mit zwei Autos gemeldet, einmal der bewährte Shelby GT 3500 für das 6-Stunden Rennen und der Lister Knobbly für die Woodcook-Trophy. Also am Donnerstag den Transporter geladen und los ging es. Beim Eintreffen am Circuit ein erster Schreck. Eine riesige neue Tribühnenanlage machte sich breit, aber ansonsten war alles beim Alten. Das Wetter grau und feucht, das Fahrerlager voll mit ca. 500 Race-Cars. Unsere Teamzentrale war der historische Bristol-Race-Transporter des Rothenberger Teams. Am Freitag standen die Trainingsläufe für beide Fahrzeuge an. Leider ereilte den Shelby im Nachttraining ein kapitaler Getriebeschaden. Da auf die schnelle kein Ersatzgetriebe aufzutreiben war, war das 6-Stundenrennen für uns gelaufen. Der Lister-Knobbly hatte auch mit einem schlechten Motorlauf zu kämpfen, die Ursache fand sich nach intensiver Suche in einem abgesoffenen Vergaserschwimmer. Den Schwimmer erneuert und der Lister rannte wie die sprichwörtliche Sau. Im Rennen war allerdings bei durchgehendem Nieselregen eine etwas verhaltenere Gangart angeraten.

Das 6-Hours-Race war mit 120 Startern wieder voll besetzt, wie gewohnt ganze Rudel von GT40 und Cobras. Mein Lieblingsauto war diesmal ein Woody-Mini als Race-Car, der dermaßen engagiert und teilweise weit über der Haftgrenze bewegt wurde. Die Jungs hatten richtig Spaß. 

Unser traditionelles Freitags-Grillen war mit 11 Personen gut besucht und zog sich lang in die Nacht. Selbst mein Sohn Felix war mit Freunden angereist. Am Samstag mittag erprobten wir noch die neueste Innovation der Fa. Rothenberger, ein „Beefer“, der mit einem Gasbrenner bei ca. 700 Grad herrliche Steaks grillt. 

So fand am Sonntagmorgen ein feuchtes, aber spannendes und abwechslungsreiches Wochenende seinen Abschluss.     

The Triple Crown

berichtet und fotografiert von Jochen Extra

Bei meiner diesjährigen sehr ausgefüllten Veranstaltungssaison konnte ich auch meine private „Triple Crown“ erringen. Die Triple Crown umfasst im Motorsport Siege in der F1 in Monaco, bei den 24-Stunden in Le Mans und bei den Indy 500.

Nach der Teilnahme an der Le Mans Classic, über die schon berichtet wurde, stand als nächstes das Goodwood Revival an. Vom 07. Bis 09. September gab sich alles was Rang und Namen, ein entsprechendes Auto und das dazugehörige Outfit hat ein Stelldichein in Goodwood.

Wie immer liebevoll arrangiert, spektakulärer Rennbetrieb, atemberaubende Flugshows und bestes englisches Essen. Wir trafen uns dort mit einer Gruppe Jaguarfahrer, die vorab schon 10 Tage durch England tourten. Gestärkt durch ein „full english breakfast“, erlebten wir spannende Rennen um am Abend in der Spitfire-Bar ein paar Pint des guten Ale zu genießen.

Kaum zurück, stand auch schon das 6-Hours Race in Spa an. Mit einem Teil unseres Teams eröffneten wir das Event mit unserem traditionellen Freitagsgrillen. Wie immer gab es spektakuläre Starterfelder. Das 6-Stundenrennen erlebte mit 112 Startern (!!) einen neuen Höchststand, wie gewohnt ganze Rudel GT40 und Jaguar E in vorderster Reihe. Trotz trockenem Wetter wurde das Rennen von vielen Safty-Car Phasen unterbrochen. Grund waren viele, teils heftige Kaltverformungen. Gewinner war Graf Oynhausen, sonst bekannt durch seinen sehr schnellen Jaguar E, diesmal allerdings in einem GT40 unterwegs. Wunderschöne Stimmung auf der Strecke in der Nacht. Am Sonntag dann zusammenpacken und ab nach Hause.

Ein tolles Erlebnis, alle drei Top-Veranstaltungen in einer Saison zu erleben.

Spa Six Hours 2013

berichtet von Jochen Extra, November 2013

Vom 20. bis 22. September stand wieder eine meiner Lieblingsveranstaltungen an. Die 6 Stunden von Spa sind eine der Top-Ereignisse im Rennkalender. Das Rothenberger Team, für die ich als Rennmechaniker tätig bin, reiste stilecht in einem historischen Renntransporter an, der an zentraler Stelle  im Fahrerlager geparkt wurde. Zum Einsatz kam mit der Startnummer 53 ein Jaguar C-Typ in einem 1-Stunden Rennen am Samstag Mittag und ein Shelby 3500 für das 6-Stunden Hauptrennen am Nachmittag.

Der C-Type, der bisher eher als Straßenauto genutzt wurde, zeigte leider im harten Rennbetrieb eine ungenügende Bremsleistung auf der Vorderachse. Da ist bis zum nächsten Einsatz noch etwas Engineering notwendig. Der Shelby hatte im Verlauf der 6 Stunden mehrmals mit Aussetzern in der Zündanlage zu kämpfen, ansonsten hielt er die lange Renndistanz problemlos durch, von einem kleinen Blechschaden einmal abgesehen. Nachdem um 22 Uhr die Zielflagge fiel, gab es für das gesamte Team vor dem Teambus noch ein mitternächtliches Barbecue, wie in den ‚good-old-days‘.